Hitzefrei am Arbeitsplatz: Beschäftigte besser schützen!

Der Sommer in Bremen ist zurück, es sind Temperaturen um die 30 Grad. Das ist nicht für alle eine gute Nachricht: Die Hitze ist nicht nur für Ältere, Kinder und Kranke eine große gesundheitliche Belastung, auch am Arbeitsplatz leiden Beschäftigte unter den hohen Temperaturen und müssen besser geschützt werden.

„Wer bei über 30 Grad in aufgeheizten Büros oder auf Baustellen schuften muss, weiß, dass es so nicht weitergehen kann“, erklärt Olaf Zimmer, Sprecher für Arbeit der Fraktion DieLinke in der Bremischem Bürgerschaft. „Die Konzentration nimmt ab und die Gesundheit leidet. Beschäftigte müssen am Arbeitsplatz ausreichend vor Hitze geschützt werden. Die Temperaturen steigen durch den Klimawandel immer weiter – wir müssen darauf vorbereitet sein und brauchen neue Maßnahmen.“

Die Bremer Linksfraktion schlägt vor, dass sich ab 26 Grad am Arbeitsplatz die tägliche Arbeitszeit um ein Viertel reduziert, es pro Stunde 10 Minuten zusätzlich Pause gibt und Arbeitnehmer*innen das Recht auf ausreichend Wasser, Sonnenschutz und Home-Office haben.

Zimmer ergänzt: „Bei Temperaturen über 30 Grad würden Beschäftigte dann nur noch halb so viel arbeiten müssen. Außerdem hätten sie jede halbe Stunde 10 Minuten Pause und der Arbeitgeber müsste ihnen am Arbeitsplatz einen Ventilator hinstellen.“

Zimmer abschließend: „Gerade im Niedriglohnsektor ist Home-Office im Schatten oft keine Alternative. Wer durch überhitzte Innenstädte Essen ausliefert, Pakete ausliefert oder auf dem Bau arbeitet, ist der Hitzebelastung schutzlos ausgeliefert. Gerade diese Berufsgruppen müssen besser geschützt werden. Längere Pausen, verkürzte Arbeitszeiten und kühle Arbeitsplätze sind bei hochsommerlichen Temperaturen dringend notwendig und kein Luxus.“