Tötung eines zwei Tage alten Schimpansen-Babys – Linksfraktion fordert Konsequenzen

Im Zoo am Meer in Bremerhaven ist ein zwei Tage altes Schimpansen-Baby von seiner Mutter verstoßen und anschließend eingeschläfert worden. Das hat der Zoo in einem Post in den sozialen Medien bekannt gegeben. Sie begründeten ihre Entscheidung damit, dass ein normales Leben im Falle einer Handaufzucht nicht mehr möglich gewesen sei und die Tiere meistens kein „arttypisches Verhalten“ mehr zeigen würden. Die Tierschutzorganisation PETA hat daraufhin eine Strafanzeige gegen den Zoo angekündigt.

Olaf Zimmer, tierschutzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft, kritisiert: „Es ist ein Unding, dass ein zwei Tage altes, gesundes Schimpansen-Baby durch Menschenhand getötet worden ist - Das sollte, mit Blick auf die Tierschutzgesetze, völlig klar und eindeutig sein. Wir begrüßen deshalb sehr, dass die zuständige Landesbehörde eingeschaltet ist und die Tötung des Jungtiers genau prüfen wird.

Davon abgesehen ist ein arttypisches Verhalten von Menschenaffen in Gefangenschaft in einem sehr beengten Zoo ein Widerspruch in sich. Klar ist, dass Muttertiere unter solchen Bedingungen ihren Nachwuchs häufiger verstoßen als in Freiheit. Wir finden es grundsätzlich problematisch, wenn Menschenaffen in Zoos zur Schau gestellt werden. Aus diesem Skandal müssen deshalb deutliche Konsequenzen gezogen werden.“